Dragons ringen Trier in letzter Sekunde nieder
Die Artland Dragons haben den fünften Sieg in Folge geholt. Am Samstagabend gewann die Mannschaft von Dragons-Headcoach Thorsten Leibenath in der Beko Basketball Bundesliga 76:73 (36:34) gegen TBB Trier. Beide Teams lieferten sich ein spannendes Spiel, indem die Dragons sich zwar ein paar Mal etwas absetzen konnten, Trier aber immer wieder aufholte. Matchwinner für die Dragons wurde Hollis Price, der im letzten Angriff einen Dreier eiskalt zum 76:73-Enstand verwandelte. Bester Dragons-Werfer war Darren Fenn mit 18 Punkten. Für Trier punktete Christopher Copeland am häufigsten (19 Zähler).
Dragons-Kapitän Darren Fenn erzielte 18 Punkte gegen Trier.
Auch in den folgenden zehn Minuten gelang es den Gästen von der Mosel durch Dreier zum richtigen Zeitpunkt im Spiel zu bleiben. Miladin Pekovic brachte seine Mannschaft in der 13. Minute aus der Distanz wieder in Führung (18:19), Copeland glich das Spiel kurz darauf mit seinem dritten Treffer von jenseits der 6,25-Meter-Marke aus (22:22/15.). Drei Minuten später sahen die Unparteiischen ein Offensiv-Foul von Copeland. Da TBB-Headcoach Yves Defraigne anderer Meinung war und dies auch lautstark kund tat, verhängte das Trio in Gelb ein technisches Foul gegen den Trainer. Price verwandelte beide Freiwürfe, den anschließenden Ballbesitz nutzte Peavy, um den ersten Dragons-Dreier des Spiels zum 31:24 zu verwandeln. Obwohl die Quakenbrücker diese Sieben-Punkte-Führung bis zur letzten Minute vor der Halbzeit behielten (36:29), schafften es die Gäste noch zur Sirene auf 36:34 zu verkürzen.
Ins dritte Viertel starteten die Dragons mit einem Dreier von Price. Nach je einem unsportlichen Foul von Copeland, der Chad Prewitt stoppte, bevor der Ball im Spiel war, und Drew Neitzel baute die Leibenath-Truppe ihren Vorsprung auf acht Punkte aus (46:38/23.). Doch nur eine Minute später beschwerte sich Fenn lautstark über eine Schiedsrichter-Entscheidung und wurde dafür ebenfalls mit einem technischen Foul bedacht, so dass Maksym Shtein durch ein Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) das Spiel wieder ausglich (46:46). In der 26. Minute ließ der wieder genesene George Evans die zwei Dutzend Trierer Fans mit seinem Korbleger zum 47:48 jubeln. Das Spiel blieb nun ausgeglichen, die Führung wechselte von Ballbesitz zu Ballbesitz. Zum Ende des Abschnitts erarbeiteten sich die Dragons nach einem Dreier von Folarin Campbell aber wieder einen kleinen Vorteil.
Das letzte Viertel war an Spannung kaum zu überbieten. Bis zur 35. Minute konnte sich keine Mannschaft absetzen, Jamal Shuler glich zum 64:64 aus. Dass anschließend fast zwei Minuten keines der beiden Teams zum Korberfolg kam, zeigte wie nervös sie waren. Zwar verschaffte Alexander Seggelke den Gastgebern aus dem Artland in der 37. Minute durch zwei Freiwürfe und einen Dreier zum 69:64 wieder ein wenig Luft, doch Trier blieb gefährlich. Nachdem Peavy zwei Freiwürfe vergab, traf Copeland einen sensationellen Dreier mit der Hand seines Gegenspielers im Gesicht zum 72:71 (40.). Im Gegenzug wurde Price gefoult, verwandelte aber nur einen seiner beiden Freiwürfe. Mit noch acht Sekunden auf der Uhr glich Raivio das Spiel aus (73:73), aber die Dragons hatten den letzten Angriff. Price übernahm die Verantwortung und sah, dass ihm sein Gegenspieler zu viel Platz ließ, weil dieser vermutete, dass der US-Amerikaner zum Korb ziehen würde. Doch Price nahm den Dreier und traf eiskalt zum 76:73-Endstand.
Stimmen zum Spiel:
Thorsten Leibenath (Headcoach Artland Dragons):
„Trier ist unser Angstgegner, die vergangenen vier Spiele waren alle knapp. Heute haben wir es uns unnötig schwer gemacht, weil wir viele Punkte auf der Freiwurflinie haben liegen lassen. Defensiv waren wir nicht schlecht, obwohl wir Copeland nicht so unter Kontrolle hatten, wie ich es mir gewünscht hätte. Heute hat jeder gesehen, warum wir Hollis Price verpflichtet haben. Wie er im letzten Angriff agiert hat – mit dieser Ruhe und Sicherheit – verdient größten Respekt. Man hat gesehen, dass wir müde sind, was aufgrund des Programms, das wir absolvieren müssen, nicht verwunderlich ist. In der Beko BBL gibt es keine einfachen Spiele, darum muss man so ein Spiel wie gegen Trier auch erst einmal gewinnen.“
Yves Defraigne (Headcoach TBB Trier):
„Wir alle kennen Basketball, und wir alle kennen die Statistiken. Wenn ich auf die Statistik schaue, muss ich keinen Kommentar mehr abgeben. Basketball ist ein physisches Spiel. Man muss sich nur die Freiwurf-Verteilung auf beiden Seiten anschauen. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.“
Artland Dragons - TBB Trier 76:73 (36:34)
Die Viertel im Überblick:15:14, 21:20, 24:22, 16:17
Artland Dragons:
Lee (6 Punkte), Ross (6), Feist (n.e.), Seggelke (7/1 Dreier), Stückemann (n.e.), Prewitt (8), Campbell (3/1), Bailey (4), Fenn (18), Peavy (11/1, 11 Rebounds), Price (13/2), Hartenstein.
TBB Trier:
Shtein (5), Raivio (8/1), Karamatskos, Gillingham (9), Evans (8), Picard (n.e.), Neitzel, Zirbes (2), Andreev (n.e.), Pekovic (6/1), Copeland (19/5), Shuler (16).





